16 typische Probleme beim 3D-Druck und ihre Lösung.

16 typische Probleme beim 3D-Druck und ihre Lösung.

3D-Druck macht normalerweise viel Spaß, aber in manchen Situationen kann es einen auch zur Verzweiflung treiben.
Sicher kennen auch Sie dieses Gefühl: Sie versuchen sich seit Stunden oder sogar seit Tagen an einem 3D-Druck und es klappt einfach nicht.
Allein die Frage bleibt: Woran liegt es?

Mit freundlicher Genehmigung von ALL3DP geben wir Ihnen an dieser Stelle eine umfassende Übersicht über die 16 häufigsten Probleme im 3D-Druck sowie erste Lösungsansätze.
Lesen Sie hier, in welcher Form und wann Probleme im 3D-Druck auftreten und welche Maßnahmen Sie ergreifen können, um sie in Zukunft zu vermeiden.

Helfen Sie uns, diesen Artikel zu verbessern! Wir sind dankbar über Anregungen, Kommentare und Verbesserungsvorschläge.


Probleme im 3D-Druck Punkt 1: Warping (Verziehen)

3D Druck Problem des Warping (Verziehen)


Was ist das Problem? Die Basis des 3D-Drucks biegt sich nach oben, bis sie nicht mehr auf der Druckplattform aufliegt. Dies kann dazu führen, dass im oberen Bereich des 3D-Druck-Objekts horizontale Risse auftreten.

Woran liegt es? Warping ist ein übliches Problem im 3D-Druck, wenn die ersten Schichten des erhitzten Filaments zu schnell abkühlen und sich dabei zusammenziehen. Dies führt dazu, dass sich die Kanten des 3D-Drucks nach oben biegen.

Problemlösung im 3D-Druck:

  1. Nutzen Sie ein beheiztes Druckbett, um das Filament gerade so warm zu halten, dass es nicht fest wird, also auf der “Glasübergangstemperatur”. Die ersten Schichten des 3D-Objekts werden so glatt am Druckbett anliegen.

  2. Verbessern Sie die Haftung der ersten Schicht am Druckbett, indem Sie einen dünnen Film Klebstoff auftragen.

  3. Stellen Sie sicher, dass das Druckbett korrekt kalibriert wurde.

  4. Weiterhin können Sie in Betracht ziehen, die Haftung am Druckbett durch ein Raft oder Pads zu verbessern.

  5. Eine weitere Option ist, das Kühlgebläse erst zu aktivieren, nachdem einige Schichten des 3D-Druck-Objekts gedruckt wurden oder die Einstellung der Lüftung anzupassen, sodass sie nicht bei voller Leistung arbeitet.

Auch wenn Ihr 3D-Drucker ein beheiztes Druckbett hat, sollten Sie stets Klebstoff oder Blue Tape verwenden und das Druckbett regelmäßig kalibrieren.


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Probleme im 3D-Druck Punkt 2: Elephant Foot (Elefantenfuß)

3D-Druck Problem Elefantenfuß

Unansehnliche Wölbung an der Basis

 

Was ist das Problem? Die Basis des 3D-Druckobjekts wölbt sich leicht nach außen, was an einen “Elephant Foot” beziehungsweise Elefantenfuß erinnert.

Woran liegt es? Dieser unerwünschte Effekt kann dann auftreten, wenn das Gewicht des 3D-Druck-Objekts die ersten Schichten nach unten presst, zum Beispiel, wenn die unteren Schichten noch nicht zu einer festen Basis heruntergekühlt sind; das Problem tritt also insbesondere auf, wenn Sie ein beheiztes Druckbett nutzen.

Problemlösung im 3D-Druck: Es ist eine Gratwanderung, zum einen Verziehen zu vermeiden und zum anderen keinen Elephant Foot zu riskieren. Um die Gefahr von Wölbungen an der Basis des 3D-Druck-Objekts zu minimieren, empfehlen wir, das Druckbett zu kalibrieren und die Düse etwas weiter vom Druckbett zu entfernen (allerdings auch nicht zu weit, da das 3D-Druck-Objekt sonst nicht halten wird). Darüber hinaus empfehlen wir, die Temperatur des Druckbetts leicht ab zu senken.

Sollten Sie das 3D-Modell selbst erstellen, schrägen Sie die Basis leicht ab. Beginnen Sie mit einer fünf Millimeter und 45 Grad Schrägkante und experimentieren solange, bis Sie das beste Ergebnis erhalten.


Probleme im 3D-Druck Punkt 3: Weitere Probleme mit der ersten Schicht 

3D-Druck Problem Erste Schicht

Warping wegen kleiner Standfläche (links); unebene erste Schicht (rechts)


Was ist das Problem? Die erste Schicht hält nicht ordentlich am Druckbett und löst sich an einigen Stellen. Auf der Unterseite zeigen sich unerwünschte Linien

Woran liegt es? Dieses Problem im 3D-Druck ist ein typisches Zeichen dafür, dass das Druckbett nicht korrekt ausgerichtet ist. Wenn die Düse zu weit vom Druckbett entfernt ist, zeigen sich auf der Unterseite häufig unerwünschte Linien und / oder die erste Schicht hält nicht. Ist die Düse wiederum zu nah, kann das in Klümpchen resultieren.

Ebenfalls wichtig: Das Druckbett sollte so sauber wie möglich sein. So können zum Beispiel Fingerabdrücke auf dem Druckbett verhindern, dass die erste Schicht am Druckbett haftet.

Problemlösung im 3D-Druck:

  1. Nutzen Sie Ihre 3D-Drucker Software, um das Druckbett korrekt auszurichten

  2. Entfernen Sie Fingerabdrücke vom Druckbett

  3. Tragen Sie eine dünne Klebeschicht auf, bevor Sie den Druckprozess starten

 

Probleme im 3D-Druck Punkt 4: : Untere Teile brechen ein

3D-Druck Probleme Stärke der Schichten


Was ist das Problem? Der untere Teil eines 3D-Druck-Objekts stürzt ein.

Woran liegt es? Dies passiert, wenn die Temperatur des Druckbetts zu hoch ist.

Problemlösung im 3D-Druck:

Wird Kunststoff erhitzt und extrudiert, verhält er sich wie ein Gummiband: Zunächst dehnt er sich aus, doch sobald er abkühlt, beginnt er zu schrumpfen. Die Hitze des Druckbetts steigt nur bis zu einer bestimmten Höhe (abhängig von der eingestellten Temperatur). Bis zu dieser Höhe bleibt das Filament warm und formbar, während die Schichten darüber bereits aushärten. Die unteren Schichten können dann unter dem Gewicht der oberen, ausgehärten Schichten nachgeben und einstürzen.

Problemlösung im 3D-Druck: Eine einfache Taktik ist, die Temperatur des Druckbetts zu reduzieren. Bei einigen 3D-Druckern liegt die standardmäßig eingestellte Temperatur des Druckbetts bei 75 Grad Celsius, während die empfohlene Druckbetttemperatur für PLA nur 50 bis 60 Grad Celsius ist. Darüber hinaus können Sie den Lüfter des 3D-Druckers auf volle Stärke einstellen und auf die untersten Schichten ausrichten.

Wenn Sie kleine 3D-Druck-Objekte drucken, empfehlen wir zwei Kopien oder zwei verschiedene Objekte zu drucken. Auf diese Art benötigt der Druckkopf mehr Zeit, um Schicht für Schicht zu drucken.

Wenn Sie 3D-Modelle mit einer großflächigen Basis drucken, sollten Sie die Temperatur des Druckbetts nicht zu sehr reduzieren, da sich die Kanten sonst verziehen könnten.

 

Probleme im 3D-Druck Punkt 5: Verzerrte 3D-Drucke / verschobene Schichten / Neigung

3D-Druck Problem Verzerrte, verschobene Schichten

Verschobene Schichten in Fred Kahl’s “3D printer hangover”


Was ist das Problem? Die oberen Schichten sind verschoben.

Woran liegt es? Das ist ein mechanisches Problem des 3D-Druckers.

Mögliche Gründe sind:

  • Der Druckkopf bewegt sich nur schwergängig auf der X- oder Y-Schiene.

  • Die X- und Y-Schiene sind nicht nicht optimal ausgerichtet, zum Beispiel nicht zu 100 Prozent quadratisch

  • Eine der Riemenscheiben (auch Zahnrad oder im Englischen Pulley genannt) ist nicht korrekt an der Achse befestigt

Problemlösung im 3D-Druck:

  1. Schalten Sie den 3D-Drucker aus und prüfen, ob sich der Druckkopf manuell leicht verschieben lässt. Sollte sich der Druckkopf nur schwergängig oder in eine Richtung leichter bewegen, geben Sie einen Tropfen Öl auf die Schiene.

  2. Bewegen Sie den Druckkopf nach links und nach rechts, um zu prüfen, ob die Schienen optimal ausgerichtet sind. Der Abstand zwischen sliding block und Riemenscheiben (Zahnrad / Pulley) sollte auf beiden Seiten gleich sein.
    Wiederholen Sie den Test anschließend für die Vor- / Zurück-Bewegung des 3D-Druckers. Ist die Ausrichtung falsch, lockern Sie die Schrauben an den beiden Riemenscheiben der betreffenden Schiene. Verschieben Sie den sliding block ein wenig, bis die Schiene optimal ausgerichtet ist und ziehen die Schrauben wieder fest. Wiederholen Sie den Vorgang an der anderen Schiene.

  3. Prüfen Sie die Schrauben an den Riemenscheiben und ziehen sie bei Bedarf fest.

 

Probleme im 3D-Druck Punkt 6: Falsche Ausrichtung der Schichten

3D-Druck Problem Falsche Ausrichtung der Schichten

Falsche Ausrichtung der Schichten


Was ist das Problem? Einge Schichten in der Mitte des Objekts sind verschoben.

Woran liegt es?

  • Die Zahnriemen des 3D-Druckers sind nicht gut gespannt.

  • Die Druckplatte ist nicht gut auf dem Druckbett befestigt und bewegt sich unabhängig davon.

  • Eine der Schienen auf der Z-Achse ist nicht ganz gerade.

Problemlösung im 3D-Druck:

  1. Prüfen Sie die Zahnriemen und spannen sie bei Bedarf erneut

  2. Prüfen Sie die Druckplatte und befestigen sie bei Bedarf besser

  3. Prüfen Sie die Schienen auf der Z-Achse und wechseln sie aus, wenn sie nicht 100 Prozent gerade sind


Probleme im 3D-Druck Punkt 7: Fehlende Schichten

3D-Druck Problem Fehlende Schichten

Was ist das Problem? Das 3D-Modell weist Lücken auf, weil einige Schichten im Druckprozess ausgelassen wurden (vollständig oder teilweise).

Woran liegt es?

  • Der 3D-Drucker hatte nicht ausreichend Filament zur Verfügung, um die ausgelassenen Schichten zu drucken. Das Problem nennt sich (zeitweise) Unter-Extrusion (under-extrusion). Das kann passieren, wenn es ein Problem mit dem Filament gab (zum Beispiel abweichender Durchmesser), oder auch mit der Spule, dem Feeder Wheel oder einer verstopften Düse.

  • Das Druckbett ist kurz in der Bewegung stecken geblieben, zum Beispiel, weil die vertikalen Schienen nicht perfekt zu den horizontalen Lagern ausgerichtet sind.

  • Es gibt ein Problem mit einer Schiene oder einem Lager auf der Z-Achse. Die Schiene könnte verformt, verschmutzt oder zu stark geölt worden sein.

Problemlösung im 3D-Druck:

  1. Prüfen Sie die Schienen und Lager und warten sie, zum Beispiel, indem Sie überschüssiges Öl entfernen.

  2. Wenn Sie vermuten, dass die Schienen und Lager nicht korrekt ausgerichtet sind, sehen Sie in den Unterlagen zu Ihrem 3D-Drucker nach, wie das Problem korrigiert werden kann.

  3. Den Grund für eine Unter-Extrusion herauszufinden ist weniger einfach. Beachten Sie dazu auch auch Probleme im 3D-Druck #11.

 

Probleme im 3D-Druck Punkt 8: Risse in großen Objekten

3D-Druck Problem Risse in großen Objekten


Was ist das Problem? An den Seiten des 3D-Druckobjekts sind Risse, insbesondere bei größeren Modellen.

Woran liegt es?  Die oberen Schichten eines 3D-Objekts kühlen schneller aus, weil die Wärme des Druckbetts nicht bis zu ihnen reicht. Aus diesem Grund ist die Haftung in den oberen Schichten geringer.

Problemlösung im 3D-Druck: Erhöhen Sie die Extruder-Temperatur, zunächst einmal um 10 Grad Celsius. Ebenso können Sie versuchen, die Temperatur des Druckbetts um 5 bis 10 Grad Celsius zu erhöhen.

 

 

Probleme im 3D-Druck Punkt 9: Beulen / Löcher im 3D-Objekt (Pillowing)

3D-Druck Problem Beulen / Löcher im 3D-Objekt (Pillowing)

Pillowing: Die Oberfläche des 3D-Objekts zeigt unansehnliche Beulen und Löcher

Was ist das Problem? Auf der Oberfläche des 3D-Objekts zeigen sich unansehnliche Beulen oder sogar Löcher.

Woran liegt es?

  • Die übliche Ursache ist falsche Kühlung

  • Die obersten Schichten sind nicht dick genug

Problemlösung im 3D-Druck:

  1.  Stellen Sie den Lüfter auf maximale Kraft, wenn die obersten Schichten gedruckt werden.
  2. Stellen Sie sicher, dass die Oberfläche mindestens sechs Schichten dick ist.



Probleme im 3D-Druck Punkt 10: Fädenbildung (Stringing)

3D-Druck Problem Fädenbildung (Stringing)

Stringing: Unerwünschte Fäden aus Filament

ziehen sich zwischen Bestandteilen des 3D-Objekts

 

Was ist das Problem? Zwischen den Bestandteilen des 3D-Objekts ziehen sich unansehnliche Fäden aus Filament.

Woran liegt es? Es tropft ein wenig Filament von der Düse, wenn sich der Druckkopf über eine freie Fläche bewegt (travel move).

Problemlösung im 3D-Druck: Die meisten 3D-Drucker haben eine Retraction-Funktion. Ist diese aktiviert, zieht der 3D-Drucker das Filament vor der Bewegung über eine freie Fläche in die Düse zurück, damit kein überschüssiges Plastik von der Düse tropfen und Fäden ziehen kann. Stellen Sie sicher, dass Retraction in Ihrer 3D-Druck-Software aktiviert ist. Die Einstellung trägt zu besseren Ergebnissen im 3D-Druck bei, allerdings kann dadurch die Druckdauer verlängert werden.

 

 

Probleme im 3D-Druck Punkt 11: Unter-Extrusion (under-extrusion)

3D-Druck Problem Unter-Extrusion (under-extrusion)


Was ist das Problem? Das Problem der Unter-Extrusion tritt auf, wenn der 3D-Drucker nicht ausreichend beziehungsweise nicht schnell genug Material liefern kann. Die Folge sind dünne Schichten, Schichten mit unerwünschten Lücken oder vollständig fehlenden Schichten (dazu auch Probleme im 3D-Druck Punkt 7).

Woran liegt es?

Es gibt unterschiedliche mögliche Ursachen:

  • Der Durchmesser des verwendeten Filaments entspricht nicht dem Durchmesser, der in der Slicer Software eingestellt ist.

  • Es wird zu wenig Material durch die Düse gepresst, weil die Einstellungen in der Slicer Software fehlerhaft sind.

  • Der Materialfluss wird durch eine verschmutzte Düse behindert.


Problemlösung im 3D-Druck: 

3D-Druck Under extrusion-(Einstellungen Simplify3D)

In Simplify3D wird der Filament-Durchmesser im Edit Process Settings Fenster angepasst.

  1. Prüfen Sie den Durchmesser des Filaments und die Einstellung in der Slicer Software. Korrigieren Sie die Einstellung bei Bedarf. Der Durchmesser des Filaments findet sich auf der Spule oder Verpackung. Sollten Sie nicht sicher sein, vermessen Sie das Filament mit einem Messschieber. In Simplify3D wird der Filament-Durchmesser im Edit Process Settings Fenster angepasst.

  2. Sollten der Durchmesser des Filaments und die Einstellung in der Slicer Software übereinstimmen, könnte die Einstellung für den Extrusion Multiplier oder die Flow Rate zu niedrig sein. Erhöhen Sie die Einstellung in fünf-Prozent-Schritten und starten den Druckvorgang erneut. Ist der Extrusion Multiplier auf 1.0 eingestellt, entspricht das 100 Prozent.

  3. Prüfen Sie, ob die Düse blockiert ist und säubern sie gegebenfalls.

 

 

Probleme im 3D-Druck Punkt 12: Über-Extrusion (over-extrusion)

3D-Druck Problem Über-Extrusion (over-extrusion)


Was ist das Problem? Über-Extrusion bedeutet, dass der 3D-Drucker mehr Filament liefert, als notwendig. Der Materialüberschuss zeigt sich an der Außenseite des 3D-Objekts.

Woran liegt es? Bei diesem Problem ist die Einstellung für den Extrusion Multiplier oder den Flow zu hoch (siehe Probleme im 3D-Druck Punkt 11).

Problemlösung im 3D-Druck:

Korrigieren Sie die Einstellungen für den Extrusion Multiplier or das Flow Setting in Ihrer 3D-Drucker-Software.

3D-Druck Overextrusion (Einstellungen Cura)

Ist das Flow Setting in Cura weit über 100 Prozent eingestellt, kann es zur Über-Extrusion kommen;

das Flow Setting (rechts) ist nur sichtbar, wenn Sie in den Einstellungen bei “Flow” ein Häkchen setzen.



Probleme im 3D-Druck Punkt 13: Lücken in den obersten Schichten

3D-Druck Problem Lücken in den obersten Schichten

Was ist das Problem? In den obersten Schichten sind Lücken oder Löcher.

Woran liegt es? Um Filament zu sparen und schnellere Druckergebnisse zu erhalten, wird das 3D-Objekt nicht zu 100 Prozent massiv gedruckt. Stattdessen wird nur eine Trägerstruktur gedruckt, die normalerweise rund 30 Prozent des Materials beansprucht. Der Rest des 3D-Objekts bleibt hohl. Nur die obersten Schichten, die Seitenwände und der Boden werden vollständig und massiv gedruckt. Lücken in diesen Schichten können folgende Ursachen haben:

  • Es wurden zu wenige Schichten für die Oberfläche des 3D-Objekts eingeplant.
  • Die Trägerstruktur macht einen zu geringen Prozentsatz des gesamten 3D-Objekts aus.

  • Unter-Extrusion (siehe Probleme im 3D-Druck #11)

Problemlösung im 3D-Druck:

  1. Wenn Sie Lücken oder Löcher in den obersten Schichten entdecken, sollten Sie zunächst die Anzahl der massiven obersten Schichten in der Slicer Software erhöhen. Die Oberfäche sollte mindestens 0,5 Millimeter stark sein (wie viele Schichten das bedeutet, hängt von der Schichtstärke ab). Die Höhe Ihres 3D-Objekts ändert sich durch die zusätzlichen Schichten nicht. Beispiel: Wenn Sie die Zahl von drei auf fünf erhöhen, werden die letzten fünf Schichten massiv gedruckt (statt drei).

  2. Sind die hohlen Lücken in dem 3D-Modell zu groß, weil die Trägerstruktur nur 10 bis 20 Prozent einnimmt, können die Schichten darüber einsacken. Wenn mehr massive oberste Schichten das Problem nicht lösen, vergrößern Sie den Prozentsatz für die Trägerstruktur in der Slicer Software. Dadurch steigt allerdings der Filament-Verbrauch an.

 

Probleme im 3D-Druck Punkt 14: Sichtbare Linien in den untersten Schichten

3D-Druck Problem Sichtbare Linien in den untersten Schichten


Was ist das Problem? Am Boden des 3D-Objekt zeigen sich sichtbare Linien.

Woran liegt es? Der Abstand zwischen Düse und Druckbett ist zu groß.

Problemlösung im 3D-Druck:

  1. Stellen Sie sicher, dass das Druckbett optimal kalibriert ist

  2. Reduzieren Sie die Höhe der ersten Schicht. Je nach 3D-Drucker und verwendetem Filament, können Sie bis zu 0,1 Millimeter heruntergehen. Diese Maßnahme erfordert allerdings, dass das Druckbett absolut gerade ist.

 

Probleme im 3D-Druck Punkt 15: Narben auf der Oberfläche

3D-Druck Problem Narben auf der Oberfläche


Was ist das Problem? Auf der Oberfläche des 3D-Objekts zeigen sich sichtbare Narben und Kratzer.

Woran liegt es?
Die Schrammen rühren von der Düse her, die sich über die Oberfläche bewegt hat. Es sind

  • tatsächlich Kratzer, verursacht durch die Düse, die über die Oberfäche gekratzt hat oder

  • Filamenttropfen oder -spuren aus der Düse, die sich über die Oberfläche bewegt hat


Problemlösung im 3D-Druck:

3D-Druck Scars (Einstellungen Simplify3D)

 

  1. Um Kratzer und Filamentspuren zu vermeiden, sollten Sie den vertikalen Anstieg (oder Z-Hop) anpassen. Diese Einstellung steuert, wie hoch sich die Düse über die letzte Schicht des 3D-Objekts hebt, wenn sie sich bewegt (ohne zu Drucken).

  2. Darüber hinaus können Sie die Einstellung für “Retraction” aktivieren, um Filamentspuren zu vermeiden.

 

Probleme im 3D-Druck Punkt 16: Es kommt kein Filament aus der Düse

3D-Druck Problem kein Filament aus der Düse


Was ist das Problem? Das Druckbett bleibt leer, aus dem Druckkopf strömt kein Filament.

Woran liegt es?

  • Die Düse ist mit verkohltem Material aus dem vergangenen Druckprozess verstopft.

  • Es gibt ein Problem mit dem Feeder. Der Feeder-Motor könnte defekt sein oder der Druck des Feeders auf das Filament ist zu gering.

Problemlösung im 3D-Druck:

  1. Reinigen Sie die Düse nach Herstellervorgaben, falls sie verstopft sein sollte.

  2. Lassen Sie den Feeder-Motor austauschen, falls er defekt ist. Lesen Sie in der Bedienungsanleitung nach, wie und wo Sie die Einstellungen für den Druck des Feeders anpassen können und prüfen, ob die Einstellungen korrekt sind.

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License: Der Text "16 Common 3D Printing Problems and Solutions" by All3DP is licensed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License.
Die Übersetzung wurde mit freundlicher Genehmigung von ALL3DP angefertigt.